Die Rückkehr zum Ausgangspunkt
9. April 2010 von Christel
Manchmal muss das Leben uns einen so hart vor den Bug versetzen, damit wir endlich aufwachen aus unserem Alltagstrott – und merken, wie erstarrt wie in der Zwischenzeit waren.
Es ist kein schöner Schlag, den wir dabei vor den Bug bekommen, er tut weh, zerreißt das Herz fast, manchmal auch ganz, in zwei Hälften. Und er zeigt uns, dass es Zeit ist, uns endlich auf die Reise zu machen, auf die Rückkehr nach dem Ausgangspunkt.
Tammy Kling, eine der beiden AutorInnen des Buches „Der Kompass“, beschreibt es ganz klar: „Manche Menschen haben ihren inneren Kompass einfach verloren.“ Und genau so fühlt es sich an in jenen Zeiten, in denen der Schmerz des Lebens einem ins Gesicht fegt, das Herz schreit: Hol mich hier raus aus der Dunkelheit. Und das Leben selbst nur noch in Scherben dazuliegen scheint.
Dann heißt es, sich wieder auf die Suche zu begeben nach dem Kompass, der in uns liegt, den wir verloren haben im Alltag, durch schlimme Nachrichten, durch Krankheit oder der uns auf dem Weg auf der Karriereleiter abhanden gekommen ist.
Wenn dann alles am Boden liegt und der Schmerz uns zerfrisst und wir nicht mehr wissen, wie es weitergehen soll, ist eine Frage wichtig: Wo will ich eigentlich hin? Und dann bemerken wir manchmal, wenn wir ganz tief in uns gehen, dass wir an einem bestimmten Punkt unseres Lebens, an einem Kreuzweg, den falschen Pfad eingeschlagen haben. Dies bedeutet aber auch, wie müssen zurückkehren an diesen Kreuzweg, an den Ausgangspunkt unseres jetzigen Schmerzes, um eine andere Richtung einschlagen zu können – und dadurch unseren inneren Kompass nach und nach auch wiederfinden zu können.
Der Kompass: Alles beginnt mit dem ersten Schritt – folge der Spur deiner Träume
Das Buch habe ich nicht in diesen Text einbezogen, weil ich dafür werben möchte, zumindest nicht im Sinne von Werbung, sondern weil es gerade passt. Zu der Suche nach dem inneren Kompass, zu der Suche nach dem Ausgangspunkt. Und weil es ein Buch ist, das zumindest mich sehr zum Staunen bringt, wie nahe es mit meinem eigenen, gegenwärtigen Leben zu tun und auch mit meinem persönlichen Ausgangspunkt.